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Tutorial MenueEigenschaften von PolystyrolLerneinheit 3 von 7

Optische Eigenschaften von Polystyrol

Transparenz

Die Transparenz eines Materials wird einerseits durch Absorption und Lichtstreuung im Inneren, andererseits durch Reflexion an der Oberfläche herabgesetzt. Standard-Polystyrol ist völlig farblos und glasklar. Erst bei Wellenlängen unterhalb von 400 nm nimmt die Absorption stark zu. Als amorphes Material besitzt PS keine Licht streuenden Zentren wie Kristalle in der Polymermasse.

Schlagzähes Polystyrol dagegen ist üblicherweise opak. Zwar ist es auch amorph, besteht aber aus zwei Phasen, einer Polystyrol- und einer Kautschukphase (meist Polybutadien). An den Phasengrenzen wird das Licht gestreut. Die Zweiphasigkeit ist gewollt, ermöglicht sie es doch, einen Großteil der Härte und Steifigkeit des PS mit der Schlagzähigkeit von Polybutadien in einem Material zu vereinen.

Dennoch ist es gelungen, schlagzähe Polystyrol-Materialien zu entwickeln, die auch transparent sind. Ein Beispiel hierfür ist die Produktgruppe Styrolux® des Herstellers BASF. Styrolux® besitzt Polystyrol- und Polybutadien-Phasen in Form sehr feiner Lamellen. Die Dicke dieser Lamellen liegt weit unterhalb des Wellenlängenbereichs des sichtbaren Lichts, der sich von etwa 400 bis etwa 750 nm erstreckt. Strukturen, die deutlich kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts, streuen dieses so gut wie nicht mehr, werden gewissermaßen "übersehen".

"normales" schlagzähes PS mit Zellenstruktur
Kapselteilchen-Morphologie in schlagzähem PS mit erhöhter Transparenz
Styrolux® mit Lamellenstruktur
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