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Silicone

Siliconöle

Siliconöle sind klare, farb- und geruchlose, neutrale, hydrophobe Flüssigkeiten mit Molmassen von 1.000 bis 150.000 g/mol. Sie sind bei hohen Molmassen hochviskos, wobei ihre Viskosität über weite Temperaturbereiche stabil bleibt. Ihr Einsatzgebiet reicht vom Stockpunkt (-80 bis -40 °C) bis etwa 180 °C. Unter Sauerstoffausschluss vertragen sie noch höhere Temperaturen. Die Siedepunkte liegen über 200 °C. Siliconöle lösen sich in unpolaren Lösemitteln. Sie sind beständig gegen Salze und Oxidationsmittel, weniger gegen starke Säuren und Basen.

Abb.1
Siliconöl

Gase lösen sich in erheblichen Mengen: 1 g Siliconöl löst bei Raumtemperatur 0,19 mL Luft, 0,17 mL Stickstoff oder sogar 1 mL Kohlendioxid.

Die Öle sind sehr kompressibel und eignen sich daher hervorragend als Dämpfungsmaterialien.

Siliconöle dienen als Trenn- und Gleitmittel z.B. bei der Kautschuk- und Kunststoffverarbeitung. Auch Flaschenkorken können durch sie gleitfähig gemacht werden. Als Hydraulik- oder Manometerflüssigkeit sowie als Entschäumer und Flotationshilfsmittel (Sammler) besitzen sie große Bedeutung. Sie machen Glas, Keramik, Textilien und Leder wasserabweisend. Auch in Druckfarben und Polituren für Autos und Möbel werden Siliconöle zugesetzt.

In Medizin und Kosmetik werden sie als Salbengrundlagen, in Hautschutz- und Haarpflegemitteln, als Fixateur für Duftstoffe und Bestandteil von Zahnpasten verwendet. Ihre geringe Oberflächenspannung macht sie zu hervorragenden Netzmitteln. Da sie sehr fein versprühbar und weniger flüchtig als Wasser sind, eignen sie sich als Trägersubstanz für Körperpflegemittel und Deodorants.

Bei der Herstellung von Polyurethan-Schaum wirken sie als Porengrößenregler.

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