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Polyesterharze

UP-Harze - Herstellung

Die Vorprodukte werden durch Polykondensation der Diolkomponente (z.B. Propan-1,2-diol oder Polyglycolen aus zwei bis vier Glycol-Untereinheiten) mit der Dicarbonsäure oder deren Anhydriden (z.B. Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid) hergestellt.

Ethandiol (Ethylenglycol, HO-CH2-CH2-OH) wird in der Regel nur im Gemisch mit anderen Diolen verwendet, da er die Styrolverträglichkeit herabsetzt.

Maleinsäure
Propan-1,2-diol

Reaktionsgeschwindigkeit und Vernetzungsdichte bei der Copolymerisation lassen sich durch den Einsatz von gesättigten und aromatischen Dicarbonsäuren wie Adipinsäure oder Phthalsäure einstellen. Die Eigenschaften der UP-Harze können durch die Wahl geeigneter Reaktionspartner gesteuert werden. Phthalsäure erhöht Härte und Sprödigkeit der Harze, während langkettige aliphatische Verbindungen ihre Elastizität verbessern.

Technisch werden etwa äquimolare Anteile der Diole mit der Mischung der Säuren bzw. ihrer Anhydride in Gegenwart eines Schleppmittels (Xylole, Toluol) verestert. Je nach Rohstoff liegt die Reaktionstemperatur bei 170 bis 210 °C. Nach Abschluss der Reaktion wird ein Inhibitor zugesetzt und das Reaktionsgemisch in dem vernetzenden Monomeren aufgenommen. Die Herstellung der UP-Harze wird kontinuierlich in einer Rührkesselkaskade durchgeführt. Das relativ niedermolekulare Kondensat wird in einem stabilisierten Co-Monomer gelöst und ist in dieser Form ca. 6 Monate lagerfähig.

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