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Polyamide

Polyamide

Aus Polyamiden werden hauptsächlich Fasern hergestellt. Diese werden zu einem breiten Spektrum an Textilien verarbeitet: Ihre Anwendungsgebiete reichen von Unterwäsche, Strümpfen und Miederwaren über Möbelbezugsstoffe und Teppiche bis hin zu Sicherheitsgurten, Tauen, Netzen, Borsten und Drähten. Polyamide haben auch große Bedeutung als thermoplastische Werkstoffe.

Ausgangsmaterialien für Polyamide sind bifunktionelle Monomere mit Carbonsäure- oder Carbonsäurechlorid- und Amino-Gruppen.

Abb.1
Polyamid vom Typ AB (Aminocarbonsäure-Typ, Perlon-Typ)
Abb.2
Polyamid vom Typ AA-BB (Diamin-Dicarbonsäure-Typ, Nylon-Typ)

Die Struktur hängt davon ab, ob ein Polyamid seine Entstehung einer Reaktion vom Typ AB oder vom Typ AA-BB verdankt. Typ AB wird auch "Perlon"-Typ, Typ AA-BB auch "Nylon"-Typ genannt.

Bei Aminosäuren (Typ AB) ist auch die Bildung von fünf- bis siebengliedrigen Lactamen möglich. Diese könnten als Monomere für die Polyaddition dienen. Tatsächlich wird Perlon aus ε-Caprolactam hergestellt. Allerdings wird hier ein Teil der Ringmoleküle erst durch Hydrolyse geöffnet und dadurch die Polyreaktion initiiert.

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