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Phenoplaste

Härtung von Novolaken und Resolen

Unabhängig davon, ob sie als Novolake oder Resole vorliegen, durchlaufen Phenolharze bei der Härtung, bei der die Endprodukte gebildet werden, verschiedene technische Zustände, die Bereiche von "0" bis "C".

Ausgangszustand ist der so genannte A-Zustand, in dem sie als Novolake bzw. Resole flüssig, löslich oder schmelzbar vorliegen. Im B-Zustand werden sie Resitole genannt: Sie sind noch quellbar und schmelzbar, aber bereits unlöslich. In der Wärme können sie noch geformt werden. Im C-Zustand nennt man sie Resite: Sie sind vollständig ausgehärtet, unlöslich und unschmelzbar.

Im Bereich von "0" bis "A" wird das Reaktionsharz synthetisiert. "A1" bezeichnet ein niedermolekulares, "A2" ein höhermolekulares Oligomer. Im Bereich von "A" bis "B" kann das Harz mit Füll- und Verstärkungsstoffen konfektioniert werden. Dabei schreitet die Kondensation des Harzes fort. Im Falle von "B1" handelt es sich um eine leicht flüssige, bei "B2" um eine zähflüssige Formmasse. Die Verarbeitung der Formmasse findet im Bereich "B" bis "C" statt. Bei "C1" ist die Aushärtung noch unvollständig, erst bei "C2" ist sie beendet. Wegen der zunehmenden Viskosität wird ein Kondensationsgrad von 100 % nicht erreicht.

Abb.1
Verlauf der Polykondensation von eigenhärtenden Resolen
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