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Polyurethane III - Verschiedene Formen

Polyurethan-Gießharze

Polyurethan-Gießharze sind kalt verarbeitbar (0 °C) und erwärmen sich beim Härten nur wenig. Es kommt nur zu geringer Volumenkontraktion (Schwindung). Bei Raumtemperatur tritt eine oberflächliche Härtung nach acht bis zehn Stunden ein, die Durchhärtung dauert acht Tage. Dibutylzinnlaureat als Beschleuniger senkt die Gelierzeit von 30 auf 4 Minuten.

Wie die PU-Lacke haften sie gut auf allen Werkstoffen mit Hydroxy-Gruppen auf der Oberfläche. Weitere Vorteile sind relativ hohe Chemikalienbeständigkeit, geringe Wasseraufnahme und Wasserdampfdurchlässigkeit, gefahrlose Handhabung sowie niedrige Materialkosten. Die Harze werden durch schwache Säuren und Laugen, mineralische Fette, Öle und aliphatische Kohlenwaserstoffe nicht angegriffen. Nicht beständig sind sie gegen starke Säuren und Laugen, Aromaten, Alkohole und heißes Wasser.

Einsatzgebiete sind z.B. das Vergießen von Kabelgarnituren, Transformatoren und Spulenteilen, das Kleben und Abdichten von Batteriekästen und Bodenbeschichtungen. Böden aus PU-Gießharzen werden sowohl im Außenbereich, z.B. auf Balkonen oder Terrassen als auch im Innenbereich eingesetzt. Diese Böden sind extrem belastbar, verschleißfest, flexibel, wasser- und dampfdicht und chemikalienbeständig. Polyurethan lässt sich gut auf Beton, Stahl, Holz und Asphalt aufbringen.

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