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Polyurethane I - Grundlagen

Ausgangsmaterialien für Polyurethane - Polyole und Diamine

Polyether

Polyether sind die wichtigsten Polyolkomponenten. Dabei handelt es sich meist um Polyaddukte von Propylenoxid oder Ethylenoxid an polyfunktionelle Initiatoren wie Ethylenglycol, Propylenglycol, Bisphenol A oder Zuckeralkohole. Chlorhaltige Polyether für flammhemmende Hartschaumstoffe gewinnt man aus Epichlorhydrin. Polyether führen zu Produkten mit gutem Tieftemperaturverhalten und Hydrolysestabilität. Sie sind allerdings anfällig gegenüber Licht und Sauerstoff in der Wärme. Niedermolekulare Di- oder Polyole werden hauptsächlich als so genannte Kettenverlängerer eingesetzt. Polyurethane aus Diisocyanat und monomeren Diolen haben keine technische Bedeutung.

Polyester

Polyester mit Hydroxy-Endgruppen sind beständig gegen Licht- und Wärmealterung. Sie werden für Lacke, Beschichtungsmaterialien und Elastomere eingesetzt. Man gewinnt sie durch Polykondensation z.B. von Ethylenglycol und seinen höheren Homologen oder Glycerol mit Bernsteinsäure, Adipinsäure oder Phthalsäureanhydrid. Sehr hydrolysestabile Produkte erhält man unter Verwendung von 1,6-Hexandiol-Adipinsäure-Polyestern oder 1,6-Hexandiolpolycarbonaten. Für preiswerte Polyurethan-Elastomere werden Adipinsäure-Ethylenglycol-Kondensate eingesetzt. Die Molmassen liegen zwischen 500 und 4.000 g/mol.

Diamine

Durch Diamine werden Harnstoffbindungen in die Polyurethanmoleküle eingeführt. Sie bilden hoch schmelzende Hartsegmente. Eingesetzt werden z.B. Diethyltoluylendiamin oder Methyl-bis(methylthio)phenylendiamin.

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