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Tutorial MenuePolymere WerkstoffeLerneinheit 7 von 9

Duromere

Phenoplaste (PF-Harze)

Der Begriff Phenoplaste fasst alle Polykondensationsharze aus Phenolen und Aldehyden zusammen.

1905 arbeitete Leo H. Baekeland an der Kondensation von Phenol und Formaldehyd und konnte 1907 das "Druck- und Hitzepatent" unter der Nummer 942699 in den USA anmelden. Unter dem Handelsnamen Bakelit® erlangte der erste vollsynthetische Kunststoff aufgrund seiner bemerkenswerten Eigenschaften Weltruhm:

  • Aufgrund seiner hervorragenden elektrischen Isolation wurde er in der Elektroindustrie als Gehäusematerial eingesetzt.
  • Hohe Stückzahlproduktion als Pressmaterial
  • In großer Menge verfügbare Ausgangsmaterialien

Gegenstände aus Phenoplast waren ganz besonders zwischen den beiden Weltkriegen erfolgreich. Heute werden sie weniger für alltägliche Gebrauchsgegenstände als für technische Anwendungen eingesetzt, so z.B. in der Elektroindustrie für Leiterplatten, thermisch und mechanisch hochbelastete Bauteile wie Schleifkörper und Bremsbeläge. Auch als flammhemmendes Bindemittel für Hartfaserplatten und Schaumstoffe werden Phenolharze bis heute eingesetzt.

Abb.1
Historisches Telefon aus Phenoplast
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