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Polymere Reagenzien

Harzgebundene Synthese

Bei der harzgebundenen Synthese ist das im Aufbau befindliche Molekül an ein vernetztes Polymer, das Trägerharz, gebunden. Die Synthese wird Schritt für Schritt durch Zugabe von Reagenzien zu dem beladenen Träger durchgeführt. Erst am Ende wird das fertig synthetisierte Molekül durch eine chemische Reaktion vom Träger abgespalten. Die harzgebundene Synthese ist eine Festphasen-Technik, weil ein fester unlöslicher Träger verwendet wird.

Die harzgebundene Synthese besitzt bei vielstufigen Präparaten Vorteile gegenüber der klassischen Synthese in Lösung.

  • Die aufwändige Isolierung von Zwischenstufen, z.B. durch Kristallisation, entfällt.
  • Überschussmengen an Reagenzien werden einfach durch Spülen der Harzkörner mit Lösemittel entfernt.
  • Harzgebundene Synthesen lassen sich wegen der Einfachheit der Arbeitsschritte besonders leicht automatisieren. Es werden Pipettierroboter eingesetzt, die hunderte von Synthesen gleichzeitig durchführen können.

Das klassische Beispiel für eine harzgebundene Synthese ist die Festphasenpeptidsynthese, für die Merrifield 1984 den Chemie-Nobelpreis bekommen hat.

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