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Tutorial MenueCopolymerisationLerneinheit 4 von 5

Wichtige Copolymere

Ethylen-Propylen-Kautschuke (EPM/EPDM)

Die Copolymerisation von Ethen und Propen mit statistischer Verteilung der Monomerbausteine wird mittels Ziegler-Natta-Katalyse an in hexanlöslichen Vanadium/Aluminium-Komplexen durchgeführt. Das am häufigsten eingesetzte Katalysatorsystem basiert auf einer Mischung aus VOCl3 und Al(C2 H5)Cl2 mit einem V/Al-Stoffmengenverhältnis von 1:15 bis 1:10. Als Aktivatoren werden hochchlorierte organische Verbindungen, z.B. Perchlorcyclopentadien eingesetzt.

In der Kautschukindustrie werden in die vollständig gesättigten EPM-Kautschuke Doppelbindungen eingeführt, um den späteren Prozess der Vulkanisation zu ermöglichen. Besonders geeignet sind dazu Kohlenwasserstoffe mit zwei verschieden reaktiven Doppelbindungen, wie z.B. offenkettige Diene mit nicht konjugierten Doppelbindungen und Diene mit einer gespannten Doppelbindung, z.B. Norbornenderivate. Die hauptsächlichen Comonomere sind:

  • Ethyliden-Norbornen (am häufigsten eingesetzt)
  • 1,4-Hexadien
  • Dicyclopentadien

Die ungesättigten EP-Kautschuke werden mit EPDM abgekürzt (Ethylene-Propylene-Diene-Rubber).

Die Herstellung erfolgt durch Lösungsverfahren. Die Polymerisation wird - wie in der Kautschuk-Herstellung üblich - in Rührkesselkaskaden bei Reaktionstemperaturen von 30-60 °C und einem Feststoffgehalt von 10 % durchgeführt. Der Katalysator wird mit Säure und Wasser desaktiviert und ausgewaschen.

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