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Tutorial MenueCopolymerisationLerneinheit 4 von 5

Wichtige Copolymere

Cycloolefin-Copolymere

Cycloolefin-Copolymere werden durch Copolymerisation von Cycloolefinen mit 1-Alkenen unter Metallocen-Katalyse erhalten.

Abb.1

Methylaluminoxan MAO entsteht bei der partiellen Hydrolyse von Trimethylaluminium. Es besteht aus einer Mixtur von linearen und cyclischen Oligomeren, welche sich in einem dynamischen Gleichgewicht befinden. Obwohl alle spektroskopischen Methoden angewendet wurden, so wurde doch die Struktur von MAO nicht aufgeklärt - sie ist zu komplex. MAO wird in der Ziegler-Natta-Katalyse eingesetzt.

Die Molmasse, die Struktur der Polymerketten und damit die Polymereigenschaften lassen sich über die Wahl des Metallocen-Katalysators bzw. der Reaktionsbedingungen steuern. Neben statistischen und streng alternierenden Copolymeren sind auch verschiedene Taktizitäten einstellbar.

Mit Hilfe der Metallocen-Katalysatoren lässt sich der Cycloolefin-Anteil und damit die Wärmeformbeständigkeit zwischen 70 und 170 °C variieren. Die amorphe Struktur führt zu wertvollen optischen Eigenschaften, z.B. Transparenz über einen breiten Bereich des sichtbaren Lichts und Undurchlässigkeit für UV-Strahlung. Cycloolefin-Copolymere zeichnen sich durch eine geringe Dichte, gute Steifigkeit und Festigkeit, Stabilität gegen Säuren, Laugen, polare Lösemittel und Wasser aus. Unpolare Lösemittel wirken dagegen quellend oder lösend. Die Wasseraufnahme ist sehr gering.

Cycloolefin-Copolymere finden Anwendung in der Herstellung von Formteilen, optischen Speichermedien, Kondensatorfolien und mehrfach verwendbaren Formteilen in der Medizintechnik.

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