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Tutorial MenueCopolymerisationLerneinheit 3 von 5

Statistische, alternierende, Block- und Pfropfcopolymere

Charakterisierung von Copolymeren

Bei der Charakterisierung von Copolymeren unterscheidet man zwischen der qualitativen Untersuchung, bei der festgestellt wird, ob es sich um ein echtes Copolymer oder eine physikalische Mischung von Homopolymeren handelt, und der quantitativen Untersuchung, bei der die Anteile der eingebauten Monomere bestimmt werden sollen. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis der physikalischen und chemischen Eigenschaften der entsprechenden Homopolymere.

Die qualitative Charakterisierung gestaltet sich relativ einfach, wenn zwischen den beiden Homopolymeren Unterschiede in der Löslichkeit bestehen. In diesem Fall sollte bei Polymermischungen eine Auftrennung durch Extraktion möglich sein. Wenn die Lösungseigenschaften der Homopolymere nicht differieren, führt manchmal eine chemische Umsetzung, z.B. Verseifung oder Epoxidierung, zur Unterscheidung. Es lassen sich aber auch physikalische Daten, wie Erweichungs- und Schmelzbereich, Dichte und Kristallinität des vermeintlichen Copolymers bestimmen und mit den entsprechenden Werten der physikalischen Mischungen der Homopolymere vergleichen.

Die quantitative Analyse von Copolymeren ist relativ einfach, wenn eines der Comonomere ein leicht bestimmbares Element oder eine funktionelle Gruppe enthält. Zur Bestimmung der Zusammensetzung werden Elementaranalyse, spektroskopische Methoden, z.B. NMR-, IR- , UV-Spektroskopie oder die Kopplung von Gaschromatographie und Massenspektroskopie (GC-MS) genutzt. Die Zusammensetzung eines Copolymers ist prinzipiell auch durch die Bestimmung der Monomermischung während oder nach der Polymerisation ermittelbar.

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