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Tutorial MenueCopolymerisationLerneinheit 3 von 5

Statistische, alternierende, Block- und Pfropfcopolymere

Darstellung von Blockcopolymeren - Kombination verschiedener Mechanismen ("site transformation")

Üblicherweise wird versucht, Blockstrukturen nur nach einem Mechanismus (z.B. nur anionisch oder nur kationisch) darzustellen. Die möglichen Blockkombinationen sind in diesem Falle eingeschränkt. Das Spektrum lässt sich erweitern, wenn nach erfolgter Polymerisation eine Funktionalisierung des Kettenendes in einer Weise erfolgt, dass der erste Block unter Wechsel des Polymerisationsmechanismus als Makroinitiator für das zweite Monomer dient. Der Mechanismuswechsel kann auch durch die Umwandlung des vorliegenden reaktiven Kettenendes in ein Kettenende anderen Typs, z.B. ein Makroanion in ein Makrokation oder ein Makroradikal, stattfinden. Für solche Umwandlungen wird sehr häufig ein funktionalisiertes Ende als Zwischenstufe benötigt. Makroanionen ~~A- lassen sich nach dem folgendem Schema in Makrokationen ~~A+ oder Makroradikale ~~A transformieren.

Abb.1

Eine weitere Variante stellt der Wechsel des Initiators dar. Bei Zweiblockcopolymeren aus Isobuten und Styrol wird zunächst das Isobuten kationisch mit BCl3H2O als Kettenstarter polymerisiert. Nach Bildung des Polyisobutylen-Blockes wird der überschüssige Initiator im Vakuum abdestilliert. Durch Zugabe des Initiators (C2H5)2AlCl und Zusatz von Styrol werden die Styrol-Blöcke gebildet.

Dreiblockcopolymere lassen sich herstellen, indem man von einem fertigen Mittelblock mit zwei reaktionsfähigen Endgruppen ausgeht und durch radikalische oder ionische Polymerisation Blöcke des zweiten Monomers anfügt. Besonderes Interesse besitzen Styrol-Butadien-Blockcopolymere, die als thermoplastische Elastomere im Handel erhältlich sind und die Eigenschaften von Elastomeren und Thermoplasten vereinen.

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