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Tutorial MenueCopolymerisationLerneinheit 3 von 5

Statistische, alternierende, Block- und Pfropfcopolymere

Statistische Copolymere

Bei statistischen Copolymeren erfolgt der Einbau der Comonomere in das resultierende Makromolekül rein zufällig. Die aus zwei Monomeren bestehenden statistischen Copolymere haben z.B. den folgenden Aufbau.

Abb.1

Statistische Copolymere entstehen besonders dann, wenn die wachsenden Kettenenden keines der zur Verfügung stehenden Monomere aus elektronischen, sterischen oder Reaktivitätsgründen bevorzugen.

Die statistische Copolymerisation wird in der Praxis vielfältig genutzt, da die Eigenschaften der verschiedenen Homopolymere so zu kombinieren sind.

Durch den Einbau kleinerer Anteile eines Comonomers lassen sich bestimmte Eigenschaften gezielt beeinflussen, ohne die mechanischen Eigenschaften wie Härte und Steifigkeit zu verändern. So sinkt die Glasübergangstemperatur von Polyvinylchlorid durch Einbau von Vinylacetatbausteinen, da diese eine innere Weichmachung bewirken. Die Anfärbbarkeit synthetischer Fasern, die Bedruckbarkeit von Folien sowie die Stabilität wässriger Latices können durch den Einbau kleinerer Anteile von polaren Monomeren verbessert werden. Häufig sind auch Unterschiede zwischen der Löslichkeit des Copolymers und des entsprechenden Homopolymers zu beobachten.

Der Einbau größerer Anteile eines Comonomers hat eine deutliche Auswirkung auf die thermischen Eigenschaften. Während Polyethylen und isotaktisches Polypropylen kristalline Polymere mit den charakteristischen Eigenschaften eines Thermoplasten sind, bilden statistische Copolymere aus Ethen und Propen (z.B. im molaren Verhältnis 70:30) amorphe, kautschukartige Produkte.

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