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Tutorial MenueEigenschaften von PolymerenLerneinheit 6 von 7

Optische Eigenschaften

Methoden zur Bestimmung des Brechungsindex

Im Polymerbereich sind von den bekannten Bestimmungsmethoden die drei folgenden verbreitet:

  • Refraktometerverfahren
  • Messung der Verhältnisse der wirklichen Tiefe zur scheinbaren Tiefe
  • Becke-Linien-Verfahren

Refraktometerverfahren

Der mit einer Planfläche versehene Probekörper wird mit einem Messprisma in Berührung gebracht. Mit Hilfe eines Fernrohres wird der Grenzwinkel der Totalreflexion bestimmt, der als Maß für den Brechungsindex gilt. Die Probekörper-Fläche sollte mindestens 12 mm x 6 mm und die Dicke 3 mm betragen. Die Probekörper müssen von Hand plangeschliffen und poliert werden. Es ist zu beachten, dass sich im Refraktometer bei Messungen mit streifendem Licht eine scharfe Grenzlinie ergibt.

Messung der Verhältnisse der wirklichen Tiefe zur scheinbaren Tiefe

Dieses Verfahren geht davon aus, dass die scheinbare Dicke eines transparenten Gegenstandes, in Dickenrichtung betrachtet, geringer als die wirkliche Dicke ist. Das Verhältnis der wirklichen Dicke zur scheinbaren Dicke ergibt den Brechungsindex. Hier sind ebenfalls Probenkörper mit parallelen Flächen notwendig.

Becke-Linien-Verfahren

Diese Methode kann auch für pulverförmige und granulierte Werkstoffe eingesetzt werden. Der zu prüfende Stoff wird in eine Flüssigkeit mit bekanntem Brechungsindex gegeben und im Mikroskop mit monochromatischem Licht beobachtet. Besitzen Probekörper und Flüssigkeit unterschiedliche Brechungsindices, zeigt sich um jedes Partikel ein schmaler leuchtender Ring (Becke-Linie), der sich beim Fokussieren bewegt. Dieser Vorgang wird in weiteren Flüssigkeiten mit anderen Brechungsindices so lange wiederholt, bis keine Becke-Linien mehr auftreten und somit der Brechungsindex von Probekörper und Flüssigkeit übereinstimmen.

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