zum Directory-modus

Tutorial MenueEigenschaften von PolymerenLerneinheit 6 von 7

Optische Eigenschaften

Farbe

Farbe ist ein Sinneseindruck, der nur in Gegenwart von Licht vorhanden ist. Die sechs so genannten psychologischen Grundfarben werden in bunte Farben (Rot, Grün, Gelb, Blau) und unbunte Farben (Weiß, Schwarz) eingeteilt. Der Sinneseindruck Farbe kann verschieden entstehen:

  • Bei Selbstleuchtern ist die Mischung der Farben additiv. Ein Beispiel hierfür ist die Mischung des durch ein Prisma hervorgerufenen farbigen Lichtes.
  • Selbst nicht leuchtende farbige Körper führen zur subtraktiven Farbmischung durch Absorption und/oder Streuung.

Alle Farben können in verschiedene Farbsysteme geordnet werden, die wiederum in zwei Klassen eingeteilt werden:

  • solche, die auf Sammlungen physikalischer Farbproben basieren (z.B. Munsell-System)
  • solche, die das nicht tun (z.B. CIE-System)
Abb.1
CIE Farbpalette

Die farbmetrische Auswertung der Remissions- und Transmissionsspektren führt zu den Normfarbwerten X, Y, Z. Dabei wird der vom Messgut ausgehende Farbreiz Φ(λ) mit den physiologischen Farbseheigenschaften (x(λ), y(λ), z(λ)) im Bereich des sichtbaren Spektrums kombiniert.

Tab.1
Normfarbwerte
X = k·∫φ(λ) x(λ) dλ
Y = k·∫φ(λ) y(λ) dλ
Z = k·∫φ(λ) z(λ) dλ

Die industrielle Farbmessung erfolgt nach folgenden Methoden:

  • Spektralverfahren: Messung von Remissions- bzw. Transmissionsspektrum und anschließende Berechung von X, Y und Z.
  • Dreibereichsverfahren: Verknüpfung des Farbreizes mit den Normspektralwertfunktionen durch drei photometrische Messungen.

Art und eventuell auch Vorbereitung der Probekörper sind für die Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit von entscheidender Bedeutung.

Seite 6 von 6>