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Tutorial MenueCharakterisierung von PolymerenLerneinheit 2 von 14

Stoffliche Charakterisierung I: IR- und UV-Spektroskopie

Chromophore

Die Absorptionsbande wird umso stärker langwellig verschoben, je länger das konjugierte System ist. Es hat sich gezeigt, dass die Lage der Elektronenbande eines solchen ungesättigten Systems wenig von der Umgebung abhängt. Man bezeichnet Doppelbindungssysteme und andere Gruppen mit einer charakteristischen Elektronenbande als Chromophore. Durch Elektronenanregung hervorgerufene Banden von Gasmolekülen haben infolge der Kopplung mit den Molekülschwingungen oft eine ausgeprägte Schwingungsfeinstruktur. In kondensierten Phasen wird die Feinstruktur der Banden weitgehend unterdrückt, und man beobachtet stattdessen breite, wenig gegliederte Absorptionsgebiete.

Bei Substanzen mit unbekannter Molekülstruktur kann das UV-Spektrum wertvolle Hinweise auf möglicherweise vorhandene Chromophore geben. Als Hilfsmittel stehen hierfür Datensammlungen über UV-Spektren organischer Moleküle zur Verfügung. Bei Polymeren besteht jedoch meist kein Zweifel über die Art der vorliegenden Doppelbindungssysteme, da die Struktur von der Synthese her oder durch IR- und NMR-Spektren weitgehend bekannt ist.

Probleme wie z.B. die Bestimmung von Blocklängen, Taktizitätsgraden, Verzweigungen usw. lassen sich mittels UV-Spektroskopie bisher gar nicht oder weniger gut als mit anderen Methoden lösen.

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