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Tutorial MenueCharakterisierung von PolymerenLerneinheit 2 von 14

Stoffliche Charakterisierung I: IR- und UV-Spektroskopie

Beispiele der IR-Analyse

Nachweise:

  • Aufgrund der Empfindlichkeit der fernen Infrarotspektren auf den physikalischen Zustand und die Konformation der Moleküle ist eine Polymeranalyse von Substanzen gleicher Konstitution, aber unterschiedlicher Konformation und Taktizität, möglich.
  • Mit Hilfe polarisierter IR-Strahlung lassen sich Strukturänderungen in Polymeren während des Reckens verfolgen. Dabei ist gleichzeitig eine Messung des Spannungs- und des IR-Dichroismus möglich.
  • Neben der Konstitutionsanalyse dient die Polymer-IR-Spektroskopie der Erkennung von Abbauvorgängen und Veränderungen in Kunststoffen.
  • Die IR-Spektroskopie bietet außerdem die Möglichkeit, die quantitative Zusammensetzung eines Copolymerisats zu ermitteln, wenn jede Komponente zu einer isoliert liegenden Absorptionsbande führt. Weiterhin können die prozentualen Anteile von Endgruppen in einem Polymer aufgrund charakteristischer Frequenzen ermittelt werden.
  • Häufig interessiert die Frage, wie viele Endgruppen einer Art nach einer bestimmten Reaktionsfolge noch vorhanden sind und damit bei einer weiteren Umsetzung des Polymers noch zur Verfügung stehen.

Beispiele: IR-Spektren von 1,4-cis-, 1,4-trans- und 1,2-Polybutadien

Bei der radikalischen Polymerisation von Butadien erhält man Polybutadien mit drei verschiedenen Strukturen. Die charakteristischen Banden dieser ungesättigten Gruppen lassen sich auf nichtebene Deformationsschwingungen der olefinischen Wasserstoffe zurückführen.

Abb.1
IR-Spektrum von 1,4-cis-Polybutadien
Abb.2
IR-Spektrum von 1,4-trans-Polybutadien
Abb.3
IR-Spektrum von 1,2-Polybutadien
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