zum Directory-modus

Tutorial MenueCharakterisierung von PolymerenLerneinheit 2 von 14

Stoffliche Charakterisierung I: IR- und UV-Spektroskopie

Stoffliche Charakterisierung

Zur Analyse der Primärstruktur von Makromolekülen stehen viele chemische und spektroskopische Methoden zur Verfügung. Dazu gehören auch die Sequenzanalyse sowie die qualitative und quantitative Bestimmung von Isomeren.

Die dazu eingesetzten Methoden entsprechen der Bestimmung niedermolekularer organischer Stoffe. Viele dieser Methoden setzen allerdings eine in Lösung vorliegende Probe voraus. Für den Fall von hochmolekularen, vernetzten Makromolekülen ist das nicht immer möglich. Daher sind zusätzliche Analysenverfahren notwendig (z.B. gezielter Abbau mittels Pyrolyse-GC).

Allgemeines zu den spektroskopischen Methoden

Elektromagnetische Strahlung kann auf zwei Arten mit der Materie in Wechselwirkung treten: Absorption und Streuung.

Im Fall der hier besprochenen Absorption nehmen die Moleküle einen Teil der Energie der einfallenden Strahlung auf. Diese erhöht entweder die thermische Energie (Bewegung) der Makromoleküle in Lösung oder wird zu einem späteren Zeitpunkt in Form von Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzstrahlung wieder abgegeben.

Für eine quantitative Analyse der Spektren sind die Konzentrationsproportionalität der Signalintensitäten charakteristischer Gruppensignale sowie deren hohe Empfindlichkeit Voraussetzung. In diesem Fall folgt die Absorption in erster Näherung dem Lambert-Beer'schen Gesetz.

Allerdings wird die spektroskopische Analyse der Polymere sehr oft durch ungenügende Bandentrennung, Präparationsprobleme und störende Verunreinigungen eingeschränkt.

<Seite 1 von 10