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Spezielle Polymerarchitekturen

Spezielle Polymerarchitekturen - Überblick

Die Anordnung der Monomerbausteine in einem Makromolekül hat einen großen Einfluss auf die Materialeigenschaften. Aus den gleichen Grundbausteinen kann man je nach Polymerarchitektur starre oder flexible, amorphe oder kristalline, permeable oder undurchlässige, transparente oder opake Werkstoffe herstellen. Die meisten Polymere liegen als lineare, leicht verzweigte Ketten oder als dreidimensionale Netzwerke vor. Erstere ergeben thermoplastische, letztere je nach Vernetzungsgrad elastomere oder duromere Werkstoffe.

Darüber hinaus existieren auch Polymermoleküle in speziellen Formen, die sich meist von verzweigten Strukturen ableiten. Hier sind die Kamm- und Sternpolymere mit der Spezialform der Dendrimere zu nennen. Rein formal kann man die verzweigten Architekturen danach unterscheiden, ob die Verzweigung zentral oder dezentral erfolgt, die Untereinheiten gleich oder unterschiedlich lang sind, und ob es zu Folgeverzweigungen kommt oder nicht.

Zu den speziellen Polymerstrukturen zählen die Leiterpolymere und die ringförmigen Polymere. Neben den makrocyclischen Polymeren sind als eher außergewöhnliche Strukturen die Polycatenane, die aus ineinander verschlungenen "Kettengliedern" bestehen, und die Polyrotaxane, bei denen Ringe auf eine lineare Kette "aufgefädelt" sind, zu nennen.

Abb.1
Überblick über spezielle Polymerarchitekturen
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