zum Directory-modus

Tutorial MenueAcrylpolymereLerneinheit 3 von 6

Polymethylmethacrylat PMMA

Verarbeitung

Im Falle von mittleren Molmassen unterhalb von M ¯ w = 300.000 g/mol ist PMMA thermoplastisch verarbeitbar. Spritzgussware hat meist mittlere Molmassen von 120.000 g/mol, Extrusionsware 180.000 g/mol. Spritzguss- und Strangpressmassen werden entweder aus Perlpolymerisaten oder durch Mahlen von Substanzblöcken gewonnen. Die Verarbeitung erfolgt bei 120-150 °C. In diesem Temperaturbereich ist PMMA gut verformbar. Die Form wird nach dem Abkühlen beibehalten. Die Formgebung erfolgt durch Gießen oder Blasen und Saugen in den freien Raum. Ein Beispiel ist im Abschnitt Extrusion zu sehen. Die Formmassen müssen für diese Prozesse vier bis sechs Stunden bei 70-100 °C erwärmt werden. Beim nachträglichen Tempern von Spritzgussteilen und umgeformten Teilen werden Spannungen abgebaut, so dass sich die Stabilität der Werkstücke erhöht.

Polymerisate mit mittlerem Molmassengehalt von M ¯ w = 300.000 g/mol sind nur noch thermoelastisch umformbar. Die Halbzeuge müssen also bereits in der Form polymerisiert werden. Die großen Molekülknäuel können sich ineinander verhaken. Dadurch wird eine physikalische Vernetzung erzielt, obwohl keine kovalenten Verbindungen zwischen den einzelnen Molekülen geknüpft werden.

Polymethylmethacrylat lässt sich generell gut verkleben, am besten durch sogenannte Schnellkleber.

Seite 5 von 7