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Polyacrylnitril

Verarbeitung von Polyacrylnitril

Beim Nassspinnverfahren wird das Polymer in Dimethylformamid (DMF) gelöst und mit Spinnpumpen durch Spinndüsen in einem wässrigen Chemikalienbad ausgesponnen, wobei sich aus dem gelöstem Polyacrylnitril feste Fasern bilden. Dabei wird eine 15 %ige Lösung des Polyacrylnitril-Pulvers eingesetzt. Ihre hohe Festigkeit erhalten die Fäden dadurch, dass das Spinnen in ein Fällbad aus Wasser erfolgt. Das Wasser löst das DMF heraus, dadurch wird die Faser verfestigt . Eine Färbung wird durch Copolymerisation mit geringen Mengen von Vinylsulfonsäure (sauer), Vinylaminen oder Vinylpyridin (basisch) möglich. Die Farbstoffe werden dann kovalent an die funktionellen Gruppen gebunden. Die Fäden werden anschließend bei 180 °C auf das Zwölffache verstreckt.

Acrylnitril wird praktisch ausschließlich in Copolymeren eingesetzt. Bei Gehalten von mehr als 85 % Acrylnitril spricht man von Polyacylnitril im engeren Sinne. Comonomere sind meist Vinylacetat, Methylmethacrylat und Acrylamid. Produkte mit 35 bis 85 % Acrylnitril werden Modacryle genannt und enthalten meist Vinylidenchlorid, Vinylbromid und weitere Comonomere in kleiner Menge. Halogenhaltige Modacryle sind schwer brennbar.

Hinweis
Ein weiterer wichtiger Kunststoff, der Acrylnitril enthält, ist ABS.
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