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Tutorial MenueAcrylpolymereLerneinheit 4 von 6

Polyacrylate

Polyacrylat-Copolymere

Durch Copolymerisation können die Eigenschaften von Polyacrylaten gezielt verändert werden. So ist z.B. durch den Einbau von Acrylsäure eine Hydrophilisierung der Polyacrylate möglich. Eine Copolymerisation mit N-Methylol(meth)acrylamid oder -ether ändert die Löslichkeit oder das Spannungs-Dehnungsverhalten. Bei sauren pH-Werten und erhöhter Temperatur reagieren die Methylol-Gruppen unter Ausbildung einer Ether-Brücke bzw. unter Formaldehyd-Austritt zu Methylenbisacrylamid-Verknüpfungen.

Abb.1
Struktur von N-Methylolmethacrylamid

Die Copolymerisation von Acrylsäureestern mit 5 bis 15 % Acrylnitril oder 2-Chlorvinylether ergibt Elastomere ohne C-C-Doppelbindungen. Eine Vulkanisation muss mit Aminen durchgeführt werden, da die Seitenketten wenig hydrolysebeständig sind. Diese Copolymere sind besser wärme- und oxidationsbeständig als z.B. Polybutadien, welches infolge seiner labilen Doppelbindungen leichter angreifbar ist (z.B. durch Ozon). Man kann die Acryl-Verbindungen daher als Dichtungsmaterial in Fördervorrichtungen für Öle mit hohem Schwefelgehalt einsetzen.

Die Einführung von Substituenten wie Halogene, Hydroxy-, Epoxy-, oder N-Methylol-Gruppen bewirkt Schwerbrennbarkeit, antistatisches Verhalten, Vernetzbarkeit oder Kautschukelastizität. Auch durch eine Variation der Ester-Alkohole lassen sich die Eigenschaften beeinflussen. Oft werden Copolymerisate aus verschiedenen Acrylaten mit anderen Monomeren (Methacrylate, Styrol, Acrylnitril, Acrylamid, Vinylchlorid, Vinylacetat, Vinylidenchlorid, Butadien) eingesetzt.

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