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Tutorial MenueVitamin ALerneinheit 5 von 7

Vitamin A: Hoffmann-La-Roche-Synthese

Darzens-Glycidester-Synthese

Abb.1

β-Ionon ist ein relativ einfach zugängliches Ausgangsmaterial für die Vitamin-A-Synthese, da es ein Zwischenprodukt in der Riechstoffindustrie ist. Es enthält allerdings nur 13 C-Atome und muss um ein C-Atom zum so genannten C14-Aldehyd verlängert werden, um den C14-Baustein für C14-C6-Verknüpfung zu erhalten. Dazu verwendet man die Darzens-Glycidester-Kondensation.

Der C-H-acide Chloressigsäureester wird durch NaOEt deprotoniert und addiert in einer Knoevenagel-ähnlichen Reaktion an das Carbonyl-C-Atom des β-Ionons. Das entstehende β-Chloralkoholat bildet in einer intramolekularen S2N-Reaktion den entsprechenden α,β-Epoxyester (Glycidester), welcher isoliert werden kann, aber in der technischen Synthese mit einem Überschuss Base sofort verseift wird. Das Salz der Carbonsäure ist nicht stabil, sondern decarboxyliert sofort unter Verschiebung der Doppelbindung zum C14-Aldehyd. Diese Mehrstufensynthese wird in einem Arbeitsgang durchgeführt ("Eintopfsynthese") und liefert 80 % Ausbeute des gewünschten Produkts, welches durch Destillation gereinigt und für die weiteren Umsetzungen aufbewahrt wird.

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