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Vitamin A: eine Einführung

Vitamin-A-Bedarf des Menschen und Vorkommen

Bedarf umd empfohlene Zufuhr

Der Vitamin-A-Bedarf des Menschen wird hauptsächlich aus tierischen Quellen gedeckt (Leber, Fischöle, Milch, Butter, Eier). Als internationaler Standard gilt die internationale Einheit (IE), von der 1 IE 0,30 μg Vitamin-A1, bzw. 0,344 μg kristallinen Vitamin-A1-Acetat, gelöst in Tocopherol (Vitamin E) enthaltenden Baumwollsaatöl, entsprechen. Die Dosierung kann auch nach Gewicht erfolgen, da Vitamin A1 heute vollsynthetisch hergestellt werden kann. Eine weitere Quelle ist das in Pflanzen vorkommende β-Carotin (Provitamin A). β-Carotin gehört zu einer großen Familie von natürlich vorkommenden Carotinoiden, von denen etwa 50 Vitamin-A-Aktivität besitzen. Ein Molekül β-Carotin kann oxidativ an der zentralen Doppelbindung in zwei Retinal-Moleküle (Retinal = Vitamin-A1-Aldehyd) gespalten werden. 1 IE Provitamin A entsprechen 0,6 μg β-Carotin. Als Tagesbedarf für Vitamin A1 werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 0,6-0,9 mg für Kinder und 0,8-1,1 mg für Erwachsene empfohlen. Margarine als Nahrungsfett wird mit Vitamin A1 angereichert. Durch die Bestrahlung von Lebensmitteln wird der Vitamin A1-Gehalt erheblich verringert.

Vorkommen der Carotinoide

Carotinoide werden an photosynthetisch aktiven Mikroorganismen und Pflanzen gebildet. Sie kommen auch in tierischen Organismen vor, werden dort allerdings nicht gebildet, sondern sämtlich über Pflanzen aufgenommen. Neben Karotten (120-200 mg Carotinoide/kg Karotten) sind vor allem frische Futtergräser (200-500 mg/kg) reich an Carotinoiden.

weitere Informationen zum Vorkommen und zur Rolle der Carotinoide im antioxidativen Schutzsystem

Vorkommen von Vitamin A

Vitamin A kommt nur in tierischen Organismen vor, in Pflanzen nicht. Pflanzenfresser decken ihren gesamten Bedarf an Vitamin A aus den Vorstufen, die sie über die pflanzliche Nahrung aufnehmen und in Retinol umwandeln. Fleischfresser können nur Retinol verwerten und sind daher auf die Zufuhr von Retinol aus tierischen Quellen angewiesen. Omnivoren, wie der Mensch, beziehen das Vitamin A teilweise aus Carotinoiden und teilweise aus Retinol. Beim Menschen und den meisten Tieren liegt Vitamin A vorwiegend in der Vitamin-A1-Reihe vor; es sind alle Oxidationsstufen vertreten. Allerdings findet sich beispielsweise in der Haut des Menschen auch Vitamin A2 in geringen Mengen. Süßwasserfische, Krebse, Amphibien und der Meerestintenfisch sind reich an Vitamin A2, da diese Tiere Vitamin A2 zum Aufbau der Sehpigmente einsetzen. Im Hühnerembyro dient 3,4-Didehydro-retinsäure als Morphogen.

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