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Vitamin A: eine Einführung

Einführung in die Vitamin-A-Synthese

Der größte Teil des Bedarfes von Vitamin A auf dem Weltmarkt wird heute durch chemische Synthese gedeckt. Die Isolierung oder Teilsynthese aus natürlichen Rohstoffen ist wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig.

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten einen Naturstoff wie Vitamin A zu gewinnen:

  1. Isolierung aus natürlichen Quellen (z.B. Tierleber)
  2. Vollständige chemische Synthese aus billigen Grundchemikalien oder Teilsynthese, wie z.B. die Gewinnung von β-Carotin aus Karotten oder Paprika und chemische Weiterverarbeitung zu Vitamin A
Abb.1
Retinol, Vitamin A

Vitamin A (Retinol) ist sehr instabil gegenüber Licht und Luft. Praktische Anwendung finden deshalb nur die Vitamin-A-Ester, wie das technisch hergestellte Vitamin-A-Acetat oder das in der Natur vorkommende Vitamin-A-Palmitat. Sie sind wesentlich licht- und luftbeständiger als die Alkoholform und haben daher als einzige wirtschaftliche Bedeutung. Vitamin-A-Acetat wird industriell über die Verknüpfung zweier "Bausteine" hergestellt. Welche Bausteine verwendet werden, ist von Verfahren zu Verfahren unterschiedlich und für das jeweilige Verfahren charakteristisch. Hoffmann-La Roche hat die erste technische Produktionsanlage realisiert, in der z.B. eine C14- und eine C6-Komponente über die Zerewittinow-Reaktion, eine Grignard-Reaktion mit einer CH-aciden Verbindung, miteinander verknüpft werden. BASF lässt hingegen ein C15- und ein C5-Teilstück über die Wittig-Reaktion reagieren.

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