zum Directory-modus

Tutorial MenueRezeptorklassenLerneinheit 3 von 5

Strukturklasse-2-Rezeptoren

Rezeptoren der Strukturklasse 2 und ihre Subtypen

Die Strukturklasse 2 umfasst bei weitem die größte Anzahl von Rezeptortypen, wobei Subklasse 2.1, deren Mitglieder homolog zu Rhodopsin sind, die größte Subklasse darstellt. Allein für die darin enthaltenen olfaktorischen Rezeptoren, also Rezeptoren für den Riechvorgang, sind beim Menschen vermutlich mehr als 500 Gene vorhanden.

Zwischen den einzelnen Subklassen gibt es praktisch keine Homologie auf Sequenzebene. Gemeinsam ist allen Mitgliedern, dass auf den extrazellulär gelegenen N-Terminus sieben TM-Segmente folgen, die durch jeweils drei extra- und intrazellulär gelegene Schleifenbereiche verknüpft werden. Jedes der TM-Segmente besteht im allgemeinen aus 20-27 Aminosäuren. Hingegen können sowohl die N- oder C-terminalen Enden jenseits des 7-TM-Kerns als auch die Schleifen sehr stark in ihrer Länge voneinander abweichen, ein Indiz für ihre unterschiedlichen Strukturen und Funktionen. Die bisher aufgeklärten Strukturen (z.B. für Bacteriorhodopsin, siehe 2.1) zeigen, dass die TM-Segmente aus α-Helices bestehen, die teilweise auch über die Lipiddoppelschicht hinausragen können. Manche von ihnen enthalten Prolin, was zu einem Knick der helicalen Struktur führt. Während niedermolekulare Liganden im Membranbereich binden, teilweise in Verbindung mit extrazellulären loop-Strukturen, liegt die Bindungsstelle für größere Polypeptide oder Glycoproteine in den Außenbereichen der Rezeptoren. Die Kopplung an G-Proteine erfolgt durch Strukturen im zweiten und dritten intrazellulären loop und dem C-Terminus.

Tab.1
KlasseRezeptortypStruktur-Motiv *
2.1Haupt-Superfamilie (Rhodopsin-Typ)*
Abb.1
2.2Secretin/VIP-Superfamilie (VIP = vasoactive intestinal polypeptide)
Abb.2
2.3Metabotrope Glutamat-Rezeptoren
Abb.3
Hinweis
* In der Darstellung des Strukturmotivs ist die Bindungsstelle nicht angegeben, da sie sich an verschiedenen Stellen befinden kann.
Seite 2 von 10