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Gelelektrophorese

Coomassie-Färbung von Proteinen im Gel

Die Coomassie-Färbung mit Coomassie (Brilliant) Blue R-250 ist eines der am häufigsten verwendeten Verfahren zur Visualisierung von Proteinen nach einer Polyacylamid-Gelelektrophorese. Die Coomassie-Färbung wurde ursprünglich als Wollfarbstoff entwickelt und erhielt seinen Namen in Gedenken an die britische Besetzung der Ashanti-Hauptstadt Kumasi oder Coomassie 1896. Der erste Farbstoff war Coomassie Blue R-250 (r für reddish), gefolgt von Coomassie Blue G-250 (g für greenish) und Coomassie Violet R-150.

Zunächst muss das Gel nach der Gelelektrophorese fixiert werden, da der Coomassie-Farbstoff ein saures Milieu benötigt, um an Proteine binden zu können. Das Protein wird dabei denaturiert, z.B. in 10 % TCA und/oder Formaldehyd oder in einem Methanol/Acetoacetat/Wasser-Gemisch (3:1:6). Das Gel wird dann in einer Färbelösung inkubiert, die den Farbstoff in verdünnter Acetoacetat-/Ethanol-Lösung oder in der Fixierungslösung enthält. Überschüssige Farbe lässt sich in 5 % Acetoacetat, 10 % Methanol auswaschen oder wird elektrophoretisch entfernt, bis der Hintergrund mehr oder weniger klar ist.

Hinweis
Die Coomassie-Färbung kann zwar zur Quantifizierung der Proteine verwendet werden, färbt aber Polypeptide mit vielen basischen Resten (Lysin, Arginin) verstärkt an.
Abb.1

Ein Coomassie-gefärbtes Polyacrylamid-Gel. In Spur 1: Molekulargewichtsstandard. Spuren 2 und 3 zeigen verschiedene Fraktionen einer Proteinaufreinigung, Spuren 4 und 5: Gesamtproteinextrakte aus dem Bakterium E. coli.

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