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Gelelektrophorese

Die Kapillar-Gelelektrophorese

Bei der Kapillar-Gelelektrophorese ist die Länge der Trennstrecke mit 0,5-1 m im Vergleich zu anderen Chromatographie-Säulen erheblich verlängert, während gleichzeitig der Durchmesser mit ca. 50 µm sehr klein wird. Dies bedeutet, dass sich die Temperatur während des Laufs auch bei hoher Spannung (20 bis 30 kV) sehr genau regulieren lässt. Die Trennung der Probe erfolgt entweder in freier Lösung oder im Gel. Das benötigte Probenvolumen beträgt nur wenige Nanoliter, und die Detektion der Banden erfordert keine Färbung, sondern findet während der Bewegung durch die Kapillare statt. Obwohl nur jeweils eine Probe pro Lauf aufgetrennt werden kann, ist die Kapillar-Gelelektrophorese eine sehr schnelle Trennungsmethode.

Abb.1
Blockdiagramm einer Kapillar-Elektrophorese-Apparatur

Die Anlage besteht aus einer thermostatisierten Kapillare, die mit ihren Enden in die Reservoire mit Anoden- und Kathodenpuffer taucht. In diese Reservoire tauchen auch die Elektroden. Die Kapillare ist an der Anodenseite durchsichtig und reicht durch den Strahlengang eines Photometers oder eines Fluorimeters. Die Probe (10 nL) wird am positiven Ende der Kapillare injiziert. Die einzelnen Komponenten der Probe wandern zum negativen Ende der Kapillare, wo die Detektion erfolgt. Das Signal des Detektors wird dann auf einen Schreiber oder einen Rechner übertragen.

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