zum Directory-modus

Tutorial MenueProteintrennungLerneinheit 1 von 2

Chromatographie von Proteinen

Die Metallchelatchromatographie

Die Metallchelatchromatographie (auch immobilized metal ion affinity chromatography oder IMAC genannt) ist ein Sonderfall der Affinitätschromatographie, die vor allem bei der Isolierung heterolog exprimierter Proteine sehr häufig angewendet wird. Diese Methode nützt die Tatsache aus, dass Proteinmotive mit mehreren His- oder Cys-Resten in geeigneter Anordnung an Säulen binden, die kovalent Metallchelate gebunden haben. In der rekombinanten DNA-Technologie wird besonders häufig die Nickel-Chelatchromatographie eingesetzt.

Die Nickel-Chelatchromatographie

Proteine, die N-terminal oder C-terminal mit einem His6-Tag fusioniert sind, werden über Säulen isoliert, die Ni2+ an einen Nitriloessigsäure-(NTA)-Rest gebunden haben. Ni2+ kann im Austausch gegen Wasser mit zwei Histidin-Resten des Proteins interagieren. Eluiert wird bei diesem Verfahren entweder mit einer Imidazol-Lösung im so genannten batch-Verfahren, oder, was meistens zu weniger verunreinigten Eluaten führt, mit einem Imidazol-Gradienten. Auch über eine Veränderung des pH-Wertes kann das Protein von der Säule eluiert werden, was aber mitunter zur Denaturierung des Proteins führt.

Abb.1
Prinzip der Nickel-Chelatchromatographie

Das Prinzip der Nickel-Chelatchromatographie. Die Nickel-Nitriloessigsäure-Matrix (NTA-Ni) wird mit Proteinen beladen, die ein Sequenzmotiv aus sechs Histidin-Resten (das His-Tag) tragen. Durch einen Imidazol-Gradienten kann das Protein von der Säule eluiert werden.

Abb.2
Der Protein-Nickel-Chelatkomplex
Seite 10 von 19