zum Directory-modus

Tutorial MenueProteinklassenLerneinheit 3 von 6

Strukturproteine

Proteine und ihre Aufgaben im Organismus

Proteine spielen bei allen Lebensprozessen eine Hauptrolle, weil sie die in den Genen enthaltene Information in zelluläre Abläufe und Strukturen übersetzen. Sie regulieren wichtige Funktionen wie die Gen-Expression oder den Stoffwechsel, dienen als Transporter für kleinere Moleküle, wie zum Beispiel das tetramere Hämoglobin (Abb. 1) , oder wirken als Rezeptoren oder Botenstoffe bei der Signalweiterleitung mit.

Mouse
Abb.1
Der Sauerstoff-Carrier Hämoglobin

Die vier Untereinheiten des Proteins sind unterschiedlich eingefärbt, die Häm-Gruppen rot; PDB-Code: 1HGC.

Strukturproteine bilden das Gerüst jeder einzelnen Zelle oder stabilisieren ganze Organismen. Proteine unterstützen auch die Muskelkontraktion oder die Fortbewegung von Zellen mithilfe von Geißeln, Flagellen oder Cilien.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Proteine besteht darin, biochemische Reaktionen zu beschleunigen oder überhaupt ablaufen zu lassen: Enzyme sind Biokatalysatoren, sie greifen in eine Reaktion ein, werden dabei aber selber nicht umgesetzt.

Trotz dieser großen Vielfalt an Aufgaben sind alle Proteine nach einem einfachen Prinzip aufgebaut. Sie bestehen aus nur 22 verschiedenen Bausteinen, den proteinogenen Aminosäuren. Die einzelnen Aminosäuren sind wie Perlen an einer Kette hintereinander aufgereiht und über eine Peptidbindung zwischen der Carboxy-Gruppe der ersten und der Amino-Gruppe der nächsten Aminosäure verknüpft.

Wechselwirkungen zwischen den Atomen innerhalb des Proteins und denen seiner Umgebung sorgen dafür, dass jedes Protein eine ganz bestimmte räumliche Struktur annimmt. Diese Struktur ist die Voraussetzung dafür, dass es seine spezielle Aufgabe im Organismus wahrnehmen kann.

Seite 2 von 15