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Membranproteine

Bakterielle Stopptransfer-Sequenzen: Die positive-inside-Regel

(engl. positive inside rule)

Definition
Die transmembranen hydrophoben Segmente von Signalanker und Stopptransfer-Sequenzen werden auf der cytoplasmatischen Seite oft von positiv geladenen Resten flankiert. Diese Korrelation wird auch als positive-inside-Regel bezeichnet (von Heijne et al., 1988).

Besonders auffällig ist das Vorkommen positiv geladener Reste bei Membranproteinen, die die Membran mehrfach durchqueren und kurze (< 50-60 Aminosäuren) periplasmatische oder cytoplasmatische Schleifenbereiche aufweisen. In den cytoplasmatischen Schleifenbereichen kommen die Aminosäuren Arginin und Lysin drei- bis vierfach häufiger vor als in den periplasmatischen Domänen. Daraus lässt sich folgern, dass positiv geladene Aminosäuren zur Orientierung der transmembranen Helices in der Membran dienen. Dieses gilt nicht nur für Bakterien, sondern auch für eukaryontische, Chloroplasten- und Mitochondrien-Membranproteine.

Abb.1
Signalanker und reverser Signalanker

Literatur

von Heijne, G.; Gavel, Y. (1988): Topogenic signals in integral membrane proteins.. In: Eur. J. Biochem.. 174 , 671-678

Zugang zur PubMed-Datenbank

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