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Tutorial MenueProteinklassenLerneinheit 2 von 6

Konjugierte Proteine

N-glycosidisch verknüpfte Oligosaccharide

Die meisten Glycoproteine haben eine oder wenige Oligosaccharidketten, die über Asparagin mit dem Proteinanteil verbunden sind (N-glycosidisch verknüpfte Oligosaccharide). Je nach Vorkommen bestimmter Zucker werden diese Oligosaccharidketten klassifiziert:

  • Mannosereiche Oligosaccharide enthalten nur Mannose und N-Acetyl-glucosamin.
  • Komplexe Oligosaccharide enthalten auch Galactose- bzw. Sialinsäure-Reste oder Fructose.
  • Der Hybridtyp, der im Unterschied zu komplexen Oligosacchariden keine Sialinsäure enthält.

In einer Polypeptidkette können verschiedene Arten von Oligosaccharidketten nebeneinander vorkommen.

Die Zuckerreste eines Oligosaccharids werden weiterhin hinsichtlich ihrer Herkunft unterschieden. Alle N-glycosidisch verbundenen Oligosaccharidketten haben das gleiche Grundgrüst (die Kern- oder core-Region), das von einem lipidgebundenen Oligosaccharid stammt und im ER an das Protein angehängt wurde. Erst im Golgi-Apparat werden dann die unterschiedlichen Zucker der Endregion angehängt. Sowohl im ER als auch im Golgi-Apparat findet auch das Trimmen der Zuckereinheiten statt: nachdem Zuckereinheiten en bloc auf das Protein übertragen worden sind, werden einzelne Reste wieder abgespalten. Durch diesen Prozess wird die Vielfalt der Zuckerverbindungen weiter erhöht.

Abb.1
Glycoprotein mit mannosereichem Oligosaccharid
Abb.2
Glycoprotein mit komplexem Oligosaccharid

Kernregion (grün) und Endregion (blau); Mannose (Man), N-Acetyl-glucosamin (GlcNAc), Galactose (Gal) und N-Acetyl-neuraminsäure (Sialinsäure; NANA)

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