zum Directory-modus

Tutorial MenueProteinklassenLerneinheit 4 von 6

Bewegungsvorgänge

Mikrotubuli und Zellteilung

Cytoplasmatische Mikrotubuli

Mikrotubuli machen den Hauptanteil der mitotischen Kernspindel aus und sind maßgeblich an der Chromosomenbewegung beteiligt. Mikrotubuli können in Cytoplasma miteinander, mit dem Plasmalemma und/oder der Kernhülle in Verbindung stehen. In Plasmaschläuchen wirken sie beispielsweise an der Verschiebung von Vesikeln und Organellen mit. Zudem bilden sie ein enges Netzwerk, das den wandernden generativen Kern umgibt. Mikrotubuli wirken also wie auch die Mikrofilamente an der intrazellulären Plasmabewegung mit.

Die Mitosespindel

Mikrotubuli schließen sich zu zwei Organisationstypen zusammen: polare Mikrotubuli gehen von den Polen aus und können bis weit über die Äquatorialebene hinausreichen. Sie überlappen einander und reichen so von Pol zu Pol. Andere Mikrotubuli setzen an den Kinetochoren (= Centromeren) der Chromosomen an. Diese chromosomalen oder Kinetochor-Mikrotubuli reichen bis in die Nähe der Pole oder sind mit polaren Mikrotubuli assoziiert. Polare Mikrotubuli entstehen durch eine an den Polen beginnende Polymerisation, Kinetochor-Mikrotubuli beginnen ihr Wachstum an den Centromeren.

In tierischen Zellen sind an den Polen Centriolen erkennbar, die den meisten (vor allem den höheren) Pflanzenzellen fehlen. In der Nähe der Pole liegen die Kondensationspunkte, von denen die Mikrotubuli ausgehen. Die Wanderung zu den Polen beruht auf einer Interaktion zwischen den polaren und den Kinetochor-Mikrotubuli. Diese Bewegung ist sehr komplex; in der Anaphase kommt die Chromosomenbewegung durch Verkürzung der Kinetochor-Mikrotubuli am Kinetochorpol bei gleichzeitiger Verlängerung der polaren Mikrotubuli zustande. Während der Telophase löst sich die Kernspindel wieder auf. Die Mikrotubuli sammeln sich im Bereich des Phragmoplasten, von wo aus die Organisation des Interphase-Cytoskeletts von neuem beginnt.

Seite 20 von 28