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Tutorial MenueProteinreinigung und -fällungLerneinheit 1 von 2

Proteinreinigung

Die Reinigung und Charakterisierung von Proteinen

Jeder Zelltyp enthält Tausende von Proteinen, und oft unterscheiden sich Proteine mit der gleichen Funktion von Art zu Art (oder sogar zwischen Individuen einer Art). Während einige Proteine sehr häufig vorkommen, liegen regulatorische Proteine oft nur in wenigen Kopien in einer Zelle vor.

Wie kann man diese Proteine nun voneinander trennen und untersuchen?

Wenn ein unbekanntes Protein gereinigt werden soll, müssen häufig mehrere dieser Methoden nacheinander verwendet werden. Die Wahl der Methode ist dabei mehr oder weniger empirisch, im besten Fall kann man auf Erfahrungen mit einem ähnlichen Protein zurückgreifen. Manchmal lässt sich ein Protein mit einer bestimmten Methode zwar reinigen, verliert aber dabei seine spezifische Aktivität. Da diese Aktivität oft das einzige ist, was man von einem noch nie zuvor isolierten Protein kennt, lässt sich das gesuchte Protein dann nicht mehr in der Probe nachweisen und die Aufreinigung muss von vorn beginnen. Wichtig ist vor allem, das richtige Ausgangsmaterial für die Aufreinigung des Proteins zu wählen und sich über die spätere Verwendung des Proteins im Klaren zu sein. Soll z.B. Protein für eine Röntgenstrukturanalyse aufgereinigt werden, werden große Mengen (100 mg) einer sehr sauberen Proteinpräparation benötigt, während 1 mg einer mäßig sauberen Proteinpräparation ausreichen, um Antikörper gegen dieses Protein zu produzieren.

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