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Tutorial MenueProteinreinigung und -fällungLerneinheit 2 von 2

Fällung von Proteinen

Die Fällung von Proteinen mit Polyethylenglycol (PEG)

Die PEG-Fällung wurde 1964 von Polson et al. eingeführt. Das hydrophile, ungeladene Polymer Polyethylenglycol konkurriert mit den Proteinen in wässriger Lösung um das Hydratationswasser und führt ab einer bestimmten Konzentration (0-30 %, die Konzentration hängt von der Proteinkonzentration und dem Polymerisationsgrad des PEG ab) zu einer reversiblen Fällung des Proteins. Diese Methode ist sehr schonend für Proteine und wird daher häufig auch bei der Proteinkristallisation eingesetzt. Anders als bei einer Fällung mit Ammoniumsulfat müssen PEG-gefällte Proteine nicht vor ihrer weiteren Verwendung erst entsalzen werden. Das PEG kann aus dem Proteinpellet durch Dialyse (bei PEG 400) oder durch Ionenaustauschchromatographie entfernt werden.

In den meisten Fällen wird PEG für Proteine mit molekulare Massen von 4.000-6.000 Da verwendet; einige Proteine wie z.B. die γ-Glucosidase aus Hefen präzipitieren allerdings besser mit PEG 400, das bei Raumtemperatur flüssig und weitaus weniger viskos als PEG 4000 ist.

Literatur

Polson, A.; Potgieter, G. M.; Largier, J. F.; Mears, G. E.; Joubert, F. J. (1964): The fractionation of protein mixtures by linear polymers of high molecular weight. In: Biochim. Biophys. Acta. 82 , 463-475

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