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Tutorial MenueNeurotransmissionLerneinheit 1 von 4

Einführung in die Neurotransmission

Aubau des Nervensystems

In der Evolution vielzelliger Organismen entstanden in allen Tierstämmen mehr oder weniger komplexe Nervensysteme. Im Gegensatz hierzu fehlt den vielzelligen Pflanzen ein spezielles System der Reizaufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung. Dieser Unterschied rührt wahrscheinlich von der überwiegend sessilen (d.h. ortsfesten) Lebensweise der Pflanzen her. Es scheint, dass gerade die Lokomotion und Orientierung eines vielzelligen Körpers durch den Raum die Ausbildung von Nervensystemen ermöglichte.

Die grundsätzlichen Elemente eines Nervensystems sind spezialisierte Zellen:

  1. zur Wahrnehmung von Reizen (Sinneszellen),
  2. zur Weiterleitung von Reizen,
  3. zur Verarbeitung von Reizen und
  4. zur Übertragung des verarbeiteten Reizes in eine angemessene Verhaltensantwort.

Das folgende vereinfachte Beispiel zeigt diese Anteile in Aktion:

Beispiel
Abb.1
Die Bestandteile des Nervensystems

Wenn ein Hund einem Artgenossen begegnet, nimmt er dessen Anwesenheit über die Reizung eines Sinnesorgans (Rezeptor) wahr. Der Reiz wird vom Rezeptor an das zentrale Nervensystem weitergeleitet, dort verarbeitet und integriert. Hierbei werden auch Erinnerungen und der Zustand des eigenen Körpers eingerechnet. Daher kann auf den gleichen Reiz (z.B. ein anderer Hund) entweder aggressiv oder freundlich mit Schwanzwedeln und Bellen reagiert werden. Nach der Verrechnung verlassen die entsprechenden Reize das Zentralnervensystem und werden zu den Effektoren (z.B. den Muskeln) weitergeleitet. Hier werden die Nervenimpulse auf die Muskelfasern übertragen.

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