zum Directory-modus

Tutorial MenueIonenkanäle und synaptische ÜbertragungLerneinheit 2 von 2

Synapse

Die chemische Synapse

Im Unterschied zu elektrischen Synapsen, die von Gap Junctions gebildet werden, besteht bei chemischen Synapsen keine Kontinuität zwischen prä- und postsynaptischer Zelle. Die Distanz (über den synaptische Spalt) beträgt etwa 20-40 nm und muss deshalb von einem chemischen Botenstoff überbrückt werden. Dieser Botenstoff des Nervensystems, der Neurotransmitter, kann in der postsynaptischen Membran an spezifische Rezeptoren binden. Er wird normalerweise an den präsynaptischen Endigungen, d.h. speziellen Verdickungen der Axone, freigesetzt. Die präsynaptischen Endigungen enthalten eine große Ansammlung von synaptischen Vesikeln, die jeweils mit Tausenden von Molekülen eines spezifischen Neurotransmitters gefüllt sind.

Abb.1

Das menschliche Gehirn enthält etwa 100 Milliarden Nervenzellen. Jedes einzelne Neuron bildet im Durchschnitt etwa 1000 synaptische Verbindungen, auf der Eingangsseite sind es oft noch mehr. Purkinje-Zellen des Kleinhirns haben z.B. bis zu 100.000 eingehende synaptische Verbindungen. Die nachfolgende Animation kann also die Komplexität des Nervensystems nur ansatzweise widerspiegeln.

Abb.2
© Wiley-VCH
Abb.3
Seite 3 von 5