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Botenstoffe der Pflanzen

Jasmonate

Abb.1
Jasmin-Blüten

Die (-)-Jasmonsäure und ihre Methylderivate sind flüchtige, hormonähnliche Substanzen, die in fast allen Pflanzen zu finden sind. Nach einer Verletzung der Pflanze werden im Verlauf der nun ablaufenden Signalkette aus Membranlipiden Linolensäuren freigesetzt, aus denen die Jasmonate synthetisiert werden. Jasmonate sind vor allem an Abwehrmechanismen gegenüber Pathogenen ("induzierte Resistenz") beteiligt sind. So wird Methyljasmonat von geschädigten Pflanzen in die Luft abgegeben und dient als eine Art SOS-Signal für einige Pflanzen. Jasmonate spielt als Phytohormon auch eine wichtige Rolle für die pflanzliche Entwicklung.

Wie den übrigen Pflanzenhormonen auch können Jasmonsäuren sowohl aktivierende als auch inhibierende Wirkungen haben. Induziert wird beispielsweise die Synthese des Nervengifts Nicotin oder die Bildung der Jasmonat-induzierten Proteine, zu denen u.a. Proteinase-Inhibitoren gehören, die die Verdauungsenzyme pflanzenfressender Insekten hemmen. Jasmonate senken zudem die Bildungsrate einiger der für die Zelle essentiellen House-keeping-Proteine.

Abb.2
Jasmonat-Strukturen
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