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Hormone - eine Einleitung

Hormone IV

Tab.1
Hormone und ihre Funktion (Teil IV)
Name des HormonsBildungsstätteFunktion
Follikel-stimulierendes Hormon (FSH), Follitropin Hypophysenvorderlappen Dieses Glycoprotein ist ein Sexualhormon und wirkt auf die Keimdrüsen. Bei Männern wird die Spermienbildung (Spermatogenese), bei Frauen das Follikelwachstum und die Follikelreifung angeregt. Für die Freisetzung von FSH ist das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) verantwortlich.
Gastrin MagenschleimhautGastrin ist ein Peptidhormon, das im Magen-Darm-Trakt synthetisiert und u.a. durch eine Magendehnung oder durch Proteine und Peptide in der Nahrung freigesetzt wird. Es erhöht die Pepsinogen-Produktion im Magen, die Salzsäure-Produktion der Belegzellen und die Abgabe von Gallen- und Bauchspeicheldrüsensekreten.
Gestagene, besonders ProgesteronGelbkörperGestagene sind weibliche Sexualhormone, die zu den Steroiden gehören. Progesteron, Pregnenolon und Pregnandiol sind die wichtigsten Vertreter dieser Gruppe. Gestagene sind für die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut und den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich. Sie lassen sich aber auch zur hormonellen Verhütung einer Schwangerschaft einsetzen (als Minipille, Dreimonatsspritze oder als Implantate).
Growth-Hormon-Inhibiting-Hormon (GHIH), Somatostatin Hypothalamus GHIH hemmt die Freisetzung von Wachstumshormon aus dem Hypophysenvorderlappen. Das Hormon wird zudem in den D-Zellen des Verdauungstraktes und der Bauchspeicheldrüse gebildet. Dort hat es die Funktion, die Sekretion von Magensaft und Bauchspeicheldrüsensekreten zu hemmen.
Growth-Hormon-Releasing-Hormon (GHRH), Somatoliberin Hypothalamus Dieses Peptidhormon fördert die Synthese und Freisetzung von Wachstumshormon (Somatotropin) aus dem Hypophysenvorderlappen. Entsprechend beeinflusst GHRH das Längenwachstum vor der Pubertät und verursacht bei übermäßiger Produktion Riesenwuchs und Akromegalie, eine Krankheit, bei der u.a. Hände, Füße, Nase und Ohren extrem vergrößert sind.
Glucagon Bauchspeicheldrüse (Alpha-Zellen)Glucagon ist ein Peptidhormon, das in den Langerhans-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und als Gegenspieler von Insulin den Blutzuckerspiegel reguliert. Fällt der Blutzuckerspiegel im Organismus ab, wird Glucagon freigesetzt, das den Glycogen-Abbau und die Gluconeogenese fördert, die Glycogen-Synthese in der Leber und die Fettsäure-Synthese aber hemmt.
Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), Gonadoliberin, FSH-RH oder LH-RH Hypothalamus GnRH ist ein kleines Peptidhormon, das pulsartig in Abständen von 90 bis 120 Minuten freigesetzt wird. Dieser Hormonpuls veranlasst den Hypophysenvorderlappen, die beiden Sexualhormone FSH und LH abzugeben, während eine konstante Freisetzung von GnRH die FSH- und LH-Sekretion hemmt. Die GnRH-Produktion wird durch das die Pubertät auslösende Hormon Kisspepsin gesteigert. Ähnlich wirkt auch Leptin, das von Fettzellen abgegeben wird. Ohne ausreichend GnRH bleibt die Pubertät aus oder setzt verzögert ein.

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