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Hormone des Menschen

Bauchspeicheldrüse

Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Masse 70 g, weist exokrine Zellen auf, die ihr Sekret durch einen Gang absondern. Dieser mündet in das Duodenum (Zwölffingerdarm). Pro Tag werden etwa 1,5 Liter alkalische Flüssigkeit abgesondert, in der Enzyme wie z.B. Lipasen, Proteasen, Amylase und Nucleasen enthalten sind. Der endokrine Anteil produziert Hormone, die ins Blut abgegeben werden: Mit 50-80 % macht das von den Beta-Zellen produzierte Insulin den Hauptanteil der hier produzieren Hormone aus, ca. 20-30 % entfallen auf Glucagon von den Alpha-Zellen, 2-8 % sind Somatostatin von den Delta-Zellen und etwas pankreatisches Polypeptid von den PP-Zellen. Die genannten Zellarten liegen gehäuft in den Langerhans-Inseln vor und können durch entsprechende Färbemethoden dargestellt werden. Insulin und Glucagon regulieren den Blutzuckerspiegel, Somatostatin und pankreatisches Polypeptid steuern die Motilität des Darms, die Salzsäure-Produktion im Magen und die Exkretion des Pankreas.

Abb.1
Pankreas

Die Bauchspeicheldrüse hat eine zentrale Bedeutung als Hormondrüse. In den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln wird Insulin gebildet. Insulin senkt den Glucose-Spiegel, indem es die Aufnahme der Glucose v.a. in Muskel-, Leber- und Fettzellen verbessert, die Synthese von Glucose-Speichersubstanzen wie Glycogen steigert und den Abbau von Glycogen, Proteinen und Fetten hemmt.

In den Alpha-Zellen wird Glucagon gebildet. Es wird bei erniedrigtem Glucose-Spiegel ausgeschüttet. Seine Aufgabe ist die Bereitstellung von Substraten für die Energieversorgung.

Somatostatin wird in den Delta-Zellen gebildet. Es hemmt die Verdauungsprozesse, indem es zu einer Abnahme der Magen-Darm-Bewegungen und zu einer verminderten Ausschüttung von Verdauungssäften führt.

Externer Link:

Elektronenmikroskopischer Atlas mit Bildern vom Pankreas

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