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Hormone des Menschen

Diabetes mellitus Typ 2

Diese Form, bei der trotz ausreichender Produktion von Insulin eine mangelhafte Wirkung erzielt wird, betrifft ca. 80 % aller Diabetiker. Es handelt sich vor allem um übergewichtige Patienten, die durch verminderte Expression von Insulin-Rezeptoren oder verminderte Enzymaktivität am Rezeptor eine Insulin-Resistenz erlangen. Der Insulin-Spiegel wird endogen erhöht, doch langfristig wird die Insulin-Sekretion gestört. Auch die Glucagon-Sekretion kann erhöht sein. Das Pankreas ist dagegen morphologisch kaum verändert.

Manifestationsfaktoren: Adipositas (Fettsucht); Schwangerschaft (Gestationsdiabetes; hier ist die Erkrankung aber meist nur vorübergehend); Lebererkrankungen; endokrine Erkrankungen, bei denen Cortison oder Glucagon vermehrt sezerniert werden; möglicherweise einige Medikamente. Meist sind die Patienten älter als 40 Jahre.

Vererbung: Ist ein Zwilling an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt, ist in 90-100 % aller Fälle auch der zweite Zwilling betroffen. Kinder mit einem an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Elternteil haben eine 40 %ige Chance, ebenfalls zu erkanken.

Therapie

  • Diät: Meidung von Kohlenhydraten.
  • Verteilung von Kohlenhydraten auf viele kleine Mahlzeiten.
  • Orale Antidiabetika, um die Insulin-Sekretion oder Insulin-Wirkung zu steigern; der Nutzen dieser Medikamente ist umstritten, sie werden aber häufig eingesetzt.
  • Medikamente, die die Aufnahme von Kohlenhydraten aus dem Darm verlangsamen.
  • Sport steigert die Wirkung von Insulin und hat einen mit einer Diät vergleichbaren Effekt.
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