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Hormone des Menschen

Calcitonin

Parafollikuläre C-Zellen kommen sowohl in der Schilddrüse als auch in der Nebenschilddrüse vor. Sie bilden das Hormon Calcitonin. Dabei handelt es sich um ein Peptidhormon, das 1962 von D.H. Copp und E.C. Cameron entdeckt und in seiner Funktion aufgeklärt wurde. Calcitonin kommt auch in Fischen, Amphibien und Vögeln vor. Das Calcitonin des Menschen besteht aus 32 Aminosäuren und besitzt ein molekulare Masse von 3.417 Da.

Aminosäure-Sequenz von Calcitonin:

Cys-Gly-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Met-Leu-Gly-Thr-Tyr-Thr-Gln-Asp-Phe-Asn-Lys-Phe-His-Thr-Phe-Pro-Gln-Thr-Ala-Ile-Gly-Val-Gly-Ala-Pro-NH2

Calcitonin wird bei erhöhter Calcium-Konzentration im Blut ausgeschüttet. Über eine Hemmung der Osteoklasten, die ca. 1 Million Calcitonin-Rezeptoren pro Zelle haben, findet eine Verlangsamung der Knochenresorption statt. Damit kommt es zu einer Senkung des Calcium- und Phosphat-Spiegels im Blut. In der Niere steigert Calcitonin die Calcium-Ausscheidung und beeinflusst den Transport anderer Ionen und den von Wasser. Je nachdem, in welcher Phase des Zellzyklus sich die Zellen der Niere befinden, werden durch die Calcitonin-Rezeptoren verschiedene G-Proteine aktiviert. Dadurch wiederum kommt es zu einer Aktivierung des Transports verschiedener Elektrolyte. Außerdem wird die Schmerzempfindlichkeit reduziert und das Appetitzentrum im Gehirn beeinflusst.

Calcitonin-Gen-zugehöriges-Peptid (CGRP)

Calcitonin und das Calcitonin-gene related peptide (CGRP) werden von einem Gen codiert. Die Expression der beiden Peptide wird gewebespezifisch durch alternatives Splicing der mRNA reguliert. Das CGRP weist eine etwa 50 %ige Homologie mit dem Amylin auf. Es gibt zwei Formen, das α-CGRP und das β-CGRP; beide kommen im Gehirn, Rückenmark und im Plasma vor. Außer von der Schilddrüse wird CGRP in sensorischen und motorischen Nerven gebildet und ausgeschüttet. Es reduziert die Magensäure-Sekretion, bewirkt eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Beschleunigung des Herzschlages. Zusammen mit der Substanz P und dem Acetylcholin ist es an der Reizweiterleitung beteiligt.

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