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Tutorial MenueHormoneLerneinheit 3 von 5

Hormone des Menschen

Regulation des Blutzuckers

Sowohl Insulin als auch Glucagon beeinflussen über mehrere Mechanismen die Glucose-Konzentration des Blutes. Das Absenken des Blutzucker-Spiegels durch Insulin geschieht, indem die Verwertung von Glucose erhöht wird (Aufnahme in Zellen, Speicherung). Weiter bewirkt Insulin die Verringerung des Blutzucker-Gehaltes durch Hemmung des Glycogen-Abbaus in der Leber sowie der Glucose-Synthese aus Vorstufen (Gluconeogenese).

Leber, Skelettmuskeln und Fettgewebe speichern große Energiereserven und sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel. Leber und Muskeln speichern Glucose als Glycogen, während Fettgewebe Glucose zu Fett umbaut. Die Leber ist ein zentrales Organ zur Verarbeitung energieliefernder Substanzen, weil nur Leberzellen auf Glucagon reagieren. Normalerweise wirkt Glucagon bereits, bevor der Blut-Glucose-Spiegel unter den Sollwert sinkt. Tatsächlich veranlassen Glucagon-Signale, sobald die überschüssige Glucose aus dem Blut entfernt ist, die Leber zum Glycogen-Abbau, zur Umwandlung von Vorstufen in Glucose (Gluconeogenese) und zur allmählichen Freisetzung der Glucose in den Blutkreislauf. Die entgegengesetzten Wirkungen von Glucagon und Insulin sind für den Glucose-Haushalt nötig. Dadurch wird sowohl die Speicherung von Energie als auch der Energieverbrauch durch die Körperzellen reguliert. Die Fähigkeit der Leber, ihre wichtigen Funktionen im Glucose-Haushalt zu erfüllen, beruht auf der Vielseitigkeit des Stoffwechsels ihrer Zellen und auf ihrem direkten Zugang zu absorbierten Nährstoffen aus dem Dünndarm über die Leberpfortader.

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