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Tutorial MenueGenregulation in Eu- und ProkaryontenLerneinheit 2 von 2

Eukaryontische Genregulation

Genregulation durch selektive DNA-Eliminierung?

Im Prinzip könnte auch die selektive Elimierung von DNA als eine Möglichkeit der Genregulation wirken. Immunzellen benötigen z.B. nicht die Gene für Muskel-Proteine, während im umgekehrten Fall die Gene für die Immunglobulin-Synthese aus der Muskelzell-DNA entfernt werden könnte, ohne dass die Funktion dieser Zellen beeinträchtigt wäre. Es gibt allerdings nur wenige Beispiele, wo Zellen eines Organismus nicht die gleiche DNA besitzen. In Säugern sind dieses die Erythrocyten, die im Laufe ihrer Entwicklung von den Erythroblasten über die Reticulocyten zum Erythrocyten zunächst den Zellkern, später dann auch andere Zellorganellen, wie Mitochondrien, oder Ribosomen verlieren. Diese hochspezialisierten Zellen dienen praktisch nur noch als Behälter für Hämoglobin. Da aber hier im Verlauf der Entwicklung die gesamte DNA der Erythrocyten verloren geht, handelt es sich bei diesem Beispiel nicht um eine selektive Eliminierung.

Hinweis
Eine echt selektive Eliminierung von Chromosomen kommt bei den somatischen Zellen der Nematoden, Crustaceen und Insekten vor. In der Embryonalentwicklung dieser Tiere werden schon bei den ersten Teilungen der Zygote durch eine Heterogenität des Cytoplasmas die (größeren) Keimbahnzellen von den (kleineren) Somazellen unterschieden, bei denen mehrere Chromosomen eliminiert werden. Nur die Keimbahnzellen enthalten den vollständigen Chromosomensatz.
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