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Tutorial MenueEnzymregulationLerneinheit 4 von 4

Kinetik der Enzymhemmung

Irreversible Inhibition von Enzymen

Eine irreversible Enzyminhibition ist in der Regel die Folge einer kovalenten Verknüpfung des Inhibitors mit dem aktiven Zentrum des Enzyms. Praktisch alle irreversiblen Enzyminhibitoren sind toxisch, unabhängig davon, ob es sich um natürliche oder synthetische Substanzen handelt.

Abb.1
Reaktionsschema
Tab.1
Typische Inhibitoren mit irreversibler Wirkung
InhibitorenWirkung
Cyanidbildet Komplexe mit Metallionen im aktiven Zentrum eines Enzyms
DFP (Diisopropyl-fluoro-phosphat), Parathion (O,O-Diethyl-O-(p-nitrophenyl)-thionphosphorsäureester, E-605), Sarin (Methyl-fluorphosphonsäure-isopropylester) blockieren des Serin-Restes im aktiven Zentrum der Acetylcholin-Esterase (AChE)
TPCK (N-Tosyl-L-phenylalanin-chloromethylketon)reagiert mit dem Histidin-Rest im aktiven Zentrum von Chymotrypsin
Penicillin inhibiert die bakterielle Glycopeptid-Transpeptidase und damit die Biosynthese der Zellwand
Acetylsalicylsäure hemmt die für die Bildung von Prostaglandinen verantwortliche Cyclooxygenase

Als Enzyminhibitoren (Enzymgifte) wirken neben Intermediärprodukten des Stoffwechsels auch therapeutische oder toxische Wirkstoffe wie AChE-Inhibitoren, Acetazolamid und α-Methyldopa sowie so genannte Mechanismus-gestützte Inhibitoren oder Selbstmord(Suicid)-Inhibitoren bzw. Suicid-Substrate.

Irreversibel wirkende Inhibitoren, die Aminosäuren im aktiven Zentrum von Enzymen angreifen, werden auch als Affinitätsmarker ("affinity labels") bezeichnet.

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