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Pflanzentoxine

Curare

Curare ist die Sammelbezeichnung für die Pfeilgifte, die von den Ureinwohnern des tropischen Südamerikas aus den Rinden vieler Strychnos- (insbesondere Strychnos toxifera), Chondrodendron- und anderen Pflanzenarten hergestellt werden. Nach Alexander von Humboldt und den Gebrüdern Schomburgk unterscheidet man nach den verwendeten Vorratsgefäßen zwischen Tubocurare in Bambusröhren, Kalebassencurare in Flaschenkürbissen und Topfcurare in Tontöpfen.

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Der Hauptbestandteil von Tubocurare ist d-Tubocurare ((+)-Tubocurarin). Dieses hindert Acetylcholin durch kompetitive Verdrängung an der Bindung an nicotinerge Rezeptoren der motorischen Endplatte. Durch diese Blockierung der Bindung von Acetylcholin findet keine Öffnung der postsynaptischen Kanäle statt und es wird kein Aktionspotenzial weitergeleitet. Curare blockiert außerdem Rezeptoren der autonomen Ganglienzellen.

Hinweis
Die aus Curare gewonnenen Einzelstoffe werden in der Medizin nur noch selten eingesetzt. Es gibt jedoch eine Anzahl von künstlichen Verbindungen unterschiedlicher Struktur mit Curare-Wirkung, die alle über zwei ionisierte Stickstoff-Atome in einem Abstand von 10-14 Å voneinander verfügen.
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