zum Directory-modus

Tutorial MenueBiotoxineLerneinheit 4 von 7

Pilzgifte und Mykotoxine

Pilz-Inhaltsstoffe

Erst in den 1930er Jahren wurden systematische Untersuchungen der Pilzinhaltsstoffe durchgeführt (Kögl; Strukturaufklärung von vielen Pigmenten und Giftstoffen). Allgemein werden die Pilz-Inhaltsstoffe unterschieden in:

  1. N-freie Verbindungen
    • Terpeoide: werden aus Mevalonsäure synthetisiert; wichtig sind vor allem Sesquiterpene und Triterpene.
    • Anthrachinone: Synthese über den Acetat-Malonat-Weg; Oktaketide wirken abführend; Pigmente.
  2. N-haltige Verbindungen
    • Oxolane: die halluzinogen wirkende Aminosäure Ibotensäure und deren Decarboxylierungsprodukt Muscimol sind wichtigste Beispiele.
    • N-Heterocyclen: Isoxazole (Muscarin) und Tryptamine (Baeocystin, Psilocybin, Bufotenin); Gifte aus Cortinarius orellanus sind Pyridin-Verbindungen.
    • Amide und Peptide: Verbindungen mit Glutamat (1-Amino-cyclopropanol oder 4-Hydroxyanilin); die gefährlichsten Gifte der höheren Pilze sind ringförmige, Tryptophan-haltige Oligopeptide wie z.B. die Gifte der Knollenblätterpilze (Amanitine).
    • Verbindungen mit N-N-Bindung: oft mutagen, z.B. das Hydrazon Gyromitrin, das Hydrazid Agaritin, Diazonium-Verbindungen, Nitrosamine.
Seite 2 von 19