zum Directory-modus

Tutorial MenueBiotoxineLerneinheit 2 von 7

Hydrophile membraninteragierende bakterielle Biotoxine

Das α-Hämolysin aus Staphylococcus aureus

Staphylococcen sind zumeist fakultativ pathogene Bakterien. Zu dieser Gruppe von Bakterien gehören sowohl harmlose Hautbewohner wie Staphylococcen epidermidis, als auch der Eitererreger Staphylococcus aureus, der vor allem in Krankenhäusern eine erhebliche Gefahr darstellt und Nebenhöhlenentzündungen, Gehirnhautentzündungen, Wundinfekte oder eine Blutvergiftung hervorrufen kann.

Staphylococcen produzieren eine ganze Reihe von Virulenzfaktoren, unter anderem auch verschiedene Hämolysine. Das Exotoxin α-Hämolysin wird von Staphylococcus aureus im infizierten Organismus als monomeres, wasserlösliches Protein mit einer molekularen Masse von 33.200 Da gebildet und ausgeschieden. An der Membran von Erythrocyten werden die Monomere zum aktiven, heptameren Toxin zusammengesetzt. Diese heptamere Pore (α7) wird fest in der Erythrocyten-Membran verankert und wirkt lytisch auf die Blutzelle, indem sie Wasser und niedermolekulare Ionen hindurchströmen lässt. Ein Tutorial zu diesem Toxin findet sich unter: http://www.biologie.uni-hamburg.de/lehre/bza/kanal/toxin/7ahl/7ahltext.htm.

Mouse
Abb.1
Die heptamere transmembrane Pore des α-Hämolysins

(PDB-Code: 7AHL)

Seite 2 von 3