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Tutorial MenueAerobe EnergiegewinnungLerneinheit 4 von 6

Vom Pyruvat zum Acetat

Aufbau und Funktion der Untereinheiten

Im Inneren des Komplexes bilden trimere E2-Komplexe eine Art Gerüst (Kern oder core-Region), an das alle anderen Komponenten nicht-kovalent geheftet sind. Am N-Terminus von E2 befindet sich die Lipoyl-Domäne, während die C-terminale katalytische Domäne (also die Acetyltransferase) über eine langgestreckte, sehr flexible Linker-Domäne mit dem Rest des Proteins verbunden ist. Dieser Linker enthält neben zahlreichen Prolin- und Alanin-Resten auch viele geladene Aminosäuren und ermöglicht die Aggregation der Acetyltransferase-Domänen zum Trimer. Die Lipoyl-Domänen von E2 zeigen nach außen und ragen zwischen die E1- und E3-Untereinheiten im äußeren Bereich des Komplexes.

Pyruvat wird im aktiven Zentrum von E1 gebunden und decarboxyliert. Die resultierende Acetyl-Gruppe wird dann von E1 auf den Lipoyl-Cofaktor von E2 übertragen. Der enorm flexible Lipoyl-Arm von E2 bringt die Acetyl-Gruppe nun zum Coenzym A im aktiven Zentrum von E2. Acetyl-CoA entsteht und verlässt das aktive Zentrum. Der Lipoyl-Arm von E2 schwenkt nun zum aktiven Zentrum der Lipoamid-Dehydrogenase E3, die den Lipoyl-Rest von E2 reoxidiert und damit den Ausgangszustand wieder herstellt. Die Elektronen werden auf NAD+ übertragen.

Abb.1
Pyruvatdehydrogenase
© Wiley-VCH
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